Mobiler Header
Es gibt ein Bild.

Gemeinsam für Vielfalt

Hinweis: Über die Osterferien mussten wir das Banner wegen Reinigungsarbeiten leider zeitweise abhängen.

Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus hat die SV die Aktion „Gemeinsam für Vielfalt“ ins Leben gerufen. Dabei zeigen alle Schüler*innen, Lehrkräfte und Mitglieder der Schulgemeinschaft aus unserer Schule und des Berufskollegs mit ihrem Handabdruck, dass wir bunt sind und uns gemeinsam für Vielfalt sowie gegen Rassismus, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit einsetzen.

In den vergangenen Wochen haben die Klassen und Kurse jeweils eigene Beiträge für das große Aktions-Banner gestaltet. Dabei entstanden zahlreiche individuelle Handabdrücken, die nun zu einem gemeinsamen Gesamtbild zusammengefügt wurden.

Das fertige Banner wurde anschließend gut sichtbar an der großen Glasfassade unserer Schule angebracht. Es steht symbolisch für den Zusammenhalt unserer Schulgemeinschaft und macht nach außen deutlich, wofür wir gemeinsam einstehen.

Dieses sichtbare Statement soll uns auch über die Aktion hinaus begleiten: als Erinnerung daran, im Alltag aufmerksam zu sein, Haltung zu zeigen und aktiv für ein respektvolles Miteinander einzutreten – ganz im Sinne unseres Selbstverständnisses als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Es gibt ein Bild.

Unterstützung in den Fächern Spanisch und Englisch

Wir freuen uns, Mara Behle als neue Kollegin mit den Fächern Spanisch und Englisch an unserer Schule begrüßen zu dürfen.

Nach ihrem Studium an der Universität Münster absolvierte sie ihr Referendariat am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Recklinghausen. Seit Mai 2025 war sie als Vertretungslehrkraft am Städtischen Gymnasium Petrinum tätig, bevor sie nun an unsere Schule wechselte.

Frau Behle ist direkt mit den Projekttagen gestartet und hat sich von Beginn an engagiert und unterstützend eingebracht. Ab dem zweiten Halbjahr ist sie mit vier Wochenstunden an ein Berufskolleg abgeordnet, unterrichtet den überwiegenden Teil ihrer Stunden jedoch weiterhin bei uns.

Wir heißen sie herzlich willkommen und wünschen einen guten Start am Gymnasium St. Michael.

Es gibt ein Bild.

Aktion „Ich schenk dir meinen Stern“ 2025

Auch in diesem Jahr beteiligte sich das Gymnasium St. Michael an der Weihnachtsaktion „Ich schenk dir meinen Stern“ der Aktion Kleiner Prinz aus Warendorf. Ziel der Aktion ist es, Kindern in Rumänien zu Weihnachten eine kleine Freude zu bereiten.

Mit viel Engagement unterstützte der Französischkurs von Frau Schweer die Sammelaktion. Die Schüler*innen gestalteten Plakate, machten in der Schulgemeinschaft Werbung und nahmen die Päckchen entgegen.

Nach einem zunächst eher verhaltenen Start füllten sich die Sammelstellen schließlich doch: Insgesamt kamen 120 liebevoll verpackte Geschenke zusammen, die sich am Montag über Warendorf auf den Weg nach Rumänien gemacht haben.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Französischkurs und allen Spender*innen, die mitgeholfen haben, diese schöne Aktion zu unterstützen.

Es gibt ein Bild.

Eltern trainieren neue Strategien zum Umgang mit Konflikten

Die Fünftklässler des St. Michael- Gymnasiums sind erfolgreich in ihr erstes Schuljahr an der weiterführenden Schule gestartet. Dabei hat der Schulwechsel auch zu Hause so manche Veränderungen mit sich gebracht. Vielen Eltern stellen sich daher die Fragen: Wie können wir Eltern souverän mit den damit einhergehenden neuen Herausforderungen im Familienalltag umgehen? Wie können wir unsere Kinder stärken und unterstützend begleiten? Und wie können Schule und Elternhaus im Sinne der Kinder gemeinsam an einem Strang ziehen?

Zu diesen Fragen boten die nach dem „Kölner Modell“ arbeitenden  Elterncoaches Benedikt Suntrup und Sabine Mendel über zwei Abende das Programm „Toughe Eltern – Starke Kinder“ an. Es entstand eine bunte Gruppe aus 25 Vätern und Müttern der Klassen 5a bis 5d, die sich gemeinsam mit Herausforderungen, Kommunikationsweisen und Handlungsoptionen im Familienalltag beschäftigten.

Nur, wer sich seiner eigenen Rolle und Rollenmuster bewusst ist, kann auch Selbstwirksamkeit erfahren. In diesem Sinne richteten die Eltern im Rahmen einer Selbstreflexion zunächst einmal den Blick auf das eigene, meist unbewusst etablierte Konfliktverhalten sowie die zugrunde liegenden Motive und Emotionen und ordneten es verschiedenen Mustern und Rollenschemata zu. Dabei wechselten die Eltern z.T. die Blickrichtung und schlüpften in die Rollen der eigenen Kinder, was so machen Lacher mit sich brachte. Aus diesen Erfahrungen wurden dann Konfliktverstärker und -abschwächer abgeleitet und verbale sowie nonverbale Strategien erprobt, um das Gespräch weg von Konfrontationen Mustern hin zu einer klaren, wertschätzenden und lösungsorientierten Kommunikationsweise zu lenken: Wie steige ich in Gespräche ein, auch wenn sich da Kind zurückzieht? Wie bleibe ich in Konflikten gelassen und souverän? Wie führe ich konstruktiv und lösungsorientiert durch einen Konflikt? Wie werde ich sowohl den Bedürfnissen des Kindes gerecht als auch meiner eigenen Verantwortung?

Diese theoretisch erarbeiteten Strategien wurden in einem zweiten Schritt an konkreten Alltagskonflikten angewandt, einerseits an schulisch bedingten Neuerungen im häuslichen Lernverhalten, andererseits an alterstypischen Konfliktpotenzialen in Familie und Freundeskreis. Auch der Umgang mit neuen Medien, der mit diesem Alter rasant zunimmt und die private Kommunikation immer stärker mitprägt, wurde unter die Lupe genommen. Im Zentrum standen dabei typische Konfliktauslöser, die wohl in jeder Familie aus dem Alltag bekannt sein dürften, gerade mit der Pubertät aber noch einmal verstärkt auftreten: zum Beispiel die zum Teil nervenaufreibenden Diskussionen und nicht gemacht Hausaufgaben, Streitigkeiten unter Geschwistern, mangelnde Mitarbeit im Haushalt, ein ausufernder Medienkonsum oder nicht eingehaltene Absprachen. Um auftauchende Probleme auffangen zu können, wurden eine Palette breiter Handlungsmöglichkeiten und Gesprächsstrategien an konkreten Beispielen ausgetauscht und Alternativen erprobt.

Da eine gute Kommunikationskultur immer auf einer guten zwischenmenschlichen Beziehung basiert, wurden immer wieder Möglichkeiten einer aktiven Beziehungsarbeit fokussiert. Durch die bewusste Wahrnehmung der individuellen Talente, Stärken und Fähigkeiten des Gegenübers und der Akzeptanz divergierender Bedürfnisse bleibt das Gesprächsverhalte wertschätzend, du-orientiert und fair. 

Am Ende wurden dann noch Handlungsmöglichkeiten für den Fall besprochen, wenn sich  Kinder und Jugendliche nicht an Vereinbarungen und Regeln halten. Wie und wo setze ich klare Grenzen? Sind Strafen sinnvoll? Welche Alternativen gibt es?

Die große Offenheit der KursteilnehmerInnen und ihre Aufgeschlossenheit für neue Methoden sowie ihre Experimentierfreudigkeit ermöglichten sowohl einen breiten Erfahrungsaustausch als auch das Ausprobieren und Einüben neuer Handlungsmöglichkeiten in geschützter Runde, so dass sowohl Eltern als auch die beiden Coaches das Programm zufrieden abschlossen. Am meisten profitieren werden davon wie immer die SchülerInnen.

(von Sabine Mendel)

Es gibt ein Bild.

Auch dieses Jahr: Berufsinformationstag am Gymnasium St. Michael

Am Samstag, den 6. September 2025, fand am Gymnasium St. Michael erneut der beliebte Berufsinformationstag statt. Unter der Organisation durch Gerd Buller, dem Vorsitzenden des Vereins der Ehemaligen, und in enger Zusammenarbeit mit Eva-Maria Liebing, Koordinatorin für Studien- und Berufsorientierung, wurde die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass den Oberstufenschülerinnen und -schülern wertvolle Orientierung für ihre Zukunft geboten wurde – praxisnah, lebendig und direkt aus erster Hand.

Zum Auftakt begrüßte Claudia Fahnemann, Fachberaterin der Agentur für Arbeit, die rund 180 Jugendlichen der Jahrgangsstufen EF und Q1 in der Aula. In ihrem motivierenden Vortrag machte sie deutlich, wie wichtig es ist, die eigene Berufs- und Studienwahl bewusst und vor allem möglichst früh anzugehen.

Danach stand der Austausch im Mittelpunkt: Rund 20 ehemalige Schülerinnen und Schüler berichteten in kleinen Gesprächsrunden von ihren persönlichen Erfahrungen – sei es im Medizinstudium, in der juristischen Ausbildung, im dualen Studium oder in handwerklich-technischen Berufen wie dem Kfz-Mechatroniker. Die Vielfalt der vorgestellten Wege zeigte eindrucksvoll, dass es viele Möglichkeiten gibt, die eigenen Talente zu entfalten.

Besonders geschätzt wurde die offene Atmosphäre: Die Jugendlichen konnten gezielt Fragen stellen, ehrliche Einblicke gewinnen und wertvolle Kontakte knüpfen.

Am Ende waren sich alle einig: Der Berufsinformationstag ist eine echte Bereicherung für die Schulgemeinschaft – inspirierend, praxisnah und eine große Hilfe bei der Planung der eigenen Zukunft.

Es gibt ein Bild.

Eindrücklicher Projekttag für die Jgst. 10

Hast du schon einmal versucht, Zahnpasta wieder zurück in die Tube zu füllen, nachdem du zu viel benutzt hast?

Das ist gar nicht so leicht! Fragt mal Justice 😉

Genauso ist es mit Beleidigungen, diskriminierenden Aussagen oder vermeintlichen Späßen, die andere Menschen verletzen: Einmal gesagt und gehört, ist es schwer diese Erfahrungen wieder loszuwerden. Unter anderem diesem Bild nutzte der Musiker, Coach und Bundesverdienstkreuzträger Martin Rietsch, auch bekannt als 2schneidig, um deutlich zu machen, wie wichtig Werte wie Respekt, Toleranz und Empathie für eine offene und bunte Gesellschaft sind, in der sich alle Menschen sicher und akzeptiert fühlen können.

So berichtete er der Jahrgangsstufe 10 am Projekttag „Demokratie (er)leben“ von seinen Erfahrungen als POC (person of colour) in Deutschland, was ihm Kraft gab und wie wir alle für ein gutes Miteinander in der Gesellschaft und der Schule einstehen können.

Danke für diesen bewegenden, lehrreichen und interessanten Tag!

Es gibt ein Bild.

Ein bunter Start für unsere 119 neuen Fünftklässler*innen

Mit großer Vorfreude und gespannter Aufregung begann am Mittwoch für 119 neue Fünftklässler*innen ihre Zeit am Gymnasium St. Michael. Die Einschulungsfeier in der Aula bildete den offiziellen Auftakt.

Zu Beginn gestalteten Schulseelsorger Stefan Bagert und Pastor Markus Möhl einen geistlichen Impuls. Sie erinnerten an die bunten Farben des Regenbogens, die für Vielfalt, Lebensfreude und Freundschaft stehen – Werte, die das Miteinander an unserer Schule prägen.

Im Anschluss hießen der stellvertretende Schulleiter, Herr Horstmann, gemeinsam mit der Erprobungsstufenkoordinatorin Sabine Katzwinkel-Breer die neuen Schüler*innen und ihre Familien herzlich willkommen.

Die neuen fünften Klassen werden von folgenden Klassenlehrer*innen begleitet:

  • Frau Weigel (5a)
  • Frau Katzwinkel-Breer (5b)
  • Herr Suntrup (5c)
  • Frau Schweer (5d)

Willkommensgeschenke von den Sechstklässler*innen

Eine besondere Überraschung hatten die Schüler*innen der sechsten Klassen vorbereitet: Für jede neue Klasse packten sie ein Begrüßungspaket mit wichtigen Dingen für den Schulalltag – darunter ein Klassenkuscheltier oder ein Fußball. Außerdem erhielt jedes Kind einen persönlichen Brief mit guten Wünschen für den Neubeginn.

Ein Baum als Symbol für Wurzeln und Wachstum

Zum Abschluss des Einschulungstags pflanzten die neuen Fünftklässler*innen auf der Apfelwiese einen Apfelbaum, gespendet von der Firma Quante. Wie dieser Baum sollen auch die Kinder am Gymnasium St. Michael Wurzeln schlagen, wachsen und sich entfalten.

In den ersten Tagen haben die Kinder ausreichend Zeit, ihre neuen Lehrer*innen und vor allem Mitschüler*innen kennenzulernen und gemeinsam mit ihren Pat*innen die Schule und das Schulgelände zu erkunden.

Wir heißen unsere neuen Fünftklässlerinnen und ihre Familien herzlich willkommen am Gymnasium St. Michael. Wir freuen uns auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern und wünschen allen Kindern einen glücklichen Start

.

Es gibt ein Bild. Unsere neuen Kolleg*innen vor dem Bauwagen auf dem Schulhof

Wir starten in das neue Schuljahr!

Ein neues Schuljahr beginnt – wie immer verbunden mit viel Vorfreude, aber auch mit einigen spannenden Veränderungen.

Bereits am Montag sind die Lehrer*innen mit den ersten Konferenzen ins neue Schuljahr mit den gestartet. Ab Mittwoch, den 27. August, füllt sich das Schulgebäude endlich wieder mit Leben, wenn auch die Schüler*innen zurückkehren.

Neue Gesichter im Kollegium
Besonders schön ist es, gleich mehrere neue Lehrer*innen begrüßen zu dürfen (siehe Beitragsbild):

Alina Bertelt (Deutsch, Evangelische Religion)
Julian Frebel (Musik, Physik)
Jessica Haake (Mathematik, Sport)
Petra Gosda (Evangelische Religion)

Wir heißen sie herzlich willkommen und wünschen einen guten Start an unserer Schule!

Außerdem freuen wir uns, dass Frau Lohe nach ihrem Sabbat-Jahr und Frau Weigel aus ihrer Abordnung am Berufskolleg zu uns zurückkehren.

Als Nachfolge von Frau Frenz übernimmt Frau Katzwinkel-Breer ab diesem Schuljahr die Leitung der Unterstufe (Klasse 5 bis 7).

Herr Suntrup wird die Schulleitung in der Elternarbeit unterstützen.

Im OGT übernimmt Frau Scheufens-Plaßmann die Leitung und löst damit Frau Budde ab, die wir zum Ende des vergangenen Schuljahres in den Ruhestand verabschiedet haben. Frau Oleksandra Oliinyk wird den OGT ebenfalls unterstüzten.

Neues Lehrerzimmer – ein Raum zum Wohlfühlen
Ein echtes Highlight der Sommerferien war die Umgestaltung des Lehrerzimmers. Es ist nicht länger nur ein Arbeitsplatz mit festen Plätzen, sondern ein moderner Pausenraum geworden: gemütliche Sitzgelegenheiten laden nun zum Austausch, Durchatmen und Wohlfühlen ein.

Frischer Wind online – unsere neue Homepage
Pünktlich zum Schuljahresbeginn ist auch unsere neue Homepage online gegangen. Sie präsentiert sich moderner, übersichtlicher und bietet viele Möglichkeiten, unsere Schule digital zu entdecken. Ein Blick lohnt sich!

Auch baulich tut sich einiges: Die neue Sporthalle nimmt weiter Gestalt an und soll spätestens zum Halbjahreswechsel fertiggestellt sein.

Außerdem sind zahlreiche Projekte in Planung, die das Schulleben noch abwechslungsreicher machen werden – hier darf man gespannt sein!

Es gibt ein Bild.

Zum Ende des Schuljahres: Wir sagen Lebewohl

Am gestrigen Sommerfest des Kollegiums mussten wir einige Kolleg:innen verabschieden:

Herr Osthues zieht aus familiären Gründen um und wird an eine andere Bistumsschule versetzt. Frau Kaiser, die mit einer halben Stelle als schulfachliche Dezernentin in der Schulabteilung des Bistums arbeitet, hat sich entschieden, an einer wohnortnäheren Schule zu unterrichten. Herr Hille wird zum stellvertretenden Schulleiter an das AMG in Beckum befördert und Frau Frenz, unsere langjährige Erprobungsstufenkoordinatorin, wird nach 34 Jahren Dienst an unserer Schule in den Ruhestand versetzt.

Auch müssen wir Frau Budde, die den Offenen Ganztag an unserer Schule aufgebaut und 15 Jahre sehr verlässlich und erfolgreich geleitet hat, in den Ruhestand ziehen lassen. Und schließlich haben wir Frau Szklarski, die Sie, liebe Eltern, einige Jahre lang als stellvertretende
Elternpflegschaftsvorsitzende unterstützt hat, verabschiedet.

Es gibt ein Bild.

„Abitür, wir gehen!“ – Ein Abschied durch viele Türen

Abiturfeier am Gymnasium St. Michael: Zwischen Symbolkraft, Musik und einem starken Appell an Hoffnung und Neugier

Türen können laut quietschen, fest klemmen oder sich mit einem leichten Ziehen öffnen – und manchmal braucht es Mut, Geduld oder einfach den richtigen Moment. Passender hätte das diesjährige Abiturmotto des Gymnasiums St. Michael kaum gewählt werden können: „Abitür, wir gehen!“ Schulleiterin Dr. Susanne Terveer griff das Bild der Tür in ihrer Festrede mit Tiefgang, Wärme und Humor auf – und machte daraus weit mehr als nur ein Wortspiel.

„Die Tür symbolisiert nicht nur den Übergang, sondern auch die Herausforderungen, Chancen und Möglichkeiten, die vor euch liegen“, so Terveer an die 108 Abiturientinnen und Abiturienten. Die Schule, so sagte sie, sei für viele ein sicherer Raum gewesen – nun beginne das Abenteuer auf der anderen Seite der Tür. In einem kunstvollen Bogen spannte sie ihre Gedanken von literarischen Beispielen wie Kafka und den Chroniken von Narnia über christliche Symbolik bis hin zu Eugen Roths augenzwinkerndem Gedicht „Einfache Sache“, in dem ein Mensch vergeblich gegen eine Tür drückt, bis ein anderer sie einfach zieht und sie sich öffnet.

„In vielen Lebenssituationen hilft kein Zwang – die richtige Herangehensweise ist entscheidend“, sagte Terveer. Dabei sei der „Unmensch“ im Gedicht nicht böse – nur klug. Eine Mahnung an alle: Nicht alles lässt sich mit Kraft und Willen erzwingen. Manchmal braucht es Beobachtung, Intuition – oder einfach einen Perspektivwechsel.

Zuvor hatte ein feierlicher Gottesdienst in der Marienkirche den Festtag eröffnet, bevor die Zeugnisse in der Aula der Schule überreicht wurden – musikalisch umrahmt von Schülerinnen und Schülern, deren Talent der stellvertretende Bürgermeister Matthias Harman als „Segen für die Ohren“ lobte.

Harman nutzte seine Rede, um an Eigenverantwortung und Hoffnung zu appellieren. Er zitierte aus dem Buch „Make Your Bed“ von William H. McRaven, einem ehemaligen US-Admiral und Navy SEAL. Harmanns zentrale Botschaft: Große Veränderungen beginnen mit kleinen Gewohnheiten. „Fangt mit kleinen Aufgaben an – zum Beispiel damit, morgens euer Bett zu machen“, so Harman. Das sei dann die erste erledigte Aufgabe des Tages, ein Zeichen von Selbstdisziplin – und womöglich der Start in einen erfolgreichen Tag. Wer morgens das Bett mache, bringe sich selbst in Ordnung, bevor er sich der Welt stelle. Er berichtete über eine eindrückliche Anekdote aus dem Training der US Navy Seals: Wer dort einem Hai begegne, solle nicht in Panik fliehen, sondern ihn mutig auf die Nase schlagen. „Es gibt viele Haie in der Welt“, so Harman. Was zählt, sei nicht Herkunft, Religion oder Hautfarbe – sondern der Wille, sich durchzubeißen. Er schilderte auch eine Szene aus der SEAL-Ausbildung, die sinnbildlich für das Durchhalten in dunklen Zeiten steht: Während einer besonders harten Trainingsnacht mussten die Rekruten stundenlang bis zum Hals im eiskalten, schlammigen Wasser ausharren. Die Stimmung war am Tiefpunkt, die körperliche Erschöpfung greifbar. Da begann einer zu singen – leise, trotzig. Dann ein zweiter. Schließlich sangen alle. Die Ausbilder drohten mit zusätzlichen Strafen, aber niemand verstummte. Die Botschaft: Wer anderen Hoffnung gibt, kann in aussichtslosen Momenten die Welt verändern – oder zumindest eine kalte Nacht im Schlamm.

Für große Emotionen sorgten auch Hanna Färber und Madita Povel, die in ihrer Ansprache mit viel Witz, Selbstironie und Feingefühl den gemeinsamen Weg ihres Jahrgangs Revue passieren ließen. Bereits beim Tag der offenen Tür – so erinnerten sie – sei ihnen ein Obstsong-Lied traumatisch im Gedächtnis geblieben. In der sechsten Klasse verschluckte ein Mitschüler auf Klassenfahrt noch vor der Abfahrt ein Fünf-Cent-Stück, später habe man sich durch Türen zu neuen Sprachen gekämpft – zur „vermeintlich toten“ Lateinischen und zur „Sprache der Liebe“ Französisch. In der EF, als die „Realschulrabauken“ dazu kamen, sei die Skepsis groß gewesen – doch man sei herzlich zusammengewachsen.

Besonders ehrlich war ihr Blick auf das eigene mathematische Talent: „Das einzig Verlässliche in Mathe war irgendwann nur noch die Frage: Wie viel darf ich falsch machen, um noch eine Vier zu bekommen?“ Der Grundsatz „Schule ist nicht alles“ wurde zur Überlebensstrategie – doch mit Dankbarkeit erinnerten sie sich an die Lehrkräfte, die stets ein offenes Ohr hatten, und an die Eltern, „die nachts Taxi gespielt oder den dritten vergessenen Turnbeutel gebracht haben.“ Als sie sich am Ende bei Eltern bedankten, mussten beide eine Pause einlegen – die Tränen und der Applaus kamen gleichzeitig.

Nicht weniger bewegend war die Ehrung einer ganz besonderen Schülerin: Dua kam 2015 in die sogenannte Weltklasse – viele ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler konnten damals kein Wort Deutsch, einige waren sogar Analphabeten. Mit beeindruckendem Fleiß hat sich Dua nun bis zum Abitur hochgearbeitet. Die frühere Schulleiterin Mechthild Frisch überreichte ihr ein Geschenk – und rief damit ein stilles Staunen in der Aula hervor.

Auch die Elternpflegschaftsvorsitzende Kerstin Fischer ließ es sich nicht nehmen, an die „nächtlichen Taxifahrten, vergessenen Sportbeutel und das ganz normale Familienchaos“ zu erinnern – und dabei allen zu danken, die die jungen Erwachsenen auf ihrem Weg begleitet haben.

Gerd Buller, Vorsitzender des Ehemaligenvereins, fasste es in Anlehnung an Mark Twain prägnant zusammen: „Eine Rede braucht einen guten Anfang und ein gutes Ende – und beides sollte möglichst nah beieinanderliegen.“ In diesem Sinne verabschiedete sich auch der Jahrgang 2025 – mit einem Lächeln, vielen Erinnerungen und einem symbolischen Schritt durch eine Tür, die sie für immer geprägt hat.



Gymnasium St. Michael
Warendorfer Str. 72
59227 Ahlen

Tel.:(0 23 82) 91 56-0

Mail:gymnasiumstmichael@­bistum-muenster.de


Bistum Münster