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Projektbericht zum Abschluss des Musikdramas „Die Kinder der toten Stadt“

„Die Kinder der toten Stadt“ am St. Michael beeindruckt mit großer Schülerbeteiligung und enormer Publikumsresonanz

Das außergewöhnliche Schulprojekt „Die Kinder der toten Stadt“ bringt Musik, Theater, Geschichte und Gemeinschaft auf die Bühne – mit nachhaltiger Wirkung auf Schule und Stadt.

Mit einem großen Casting für die Hauptrollen begann am Ende des Schuljahres 2023/24 ein Projekt, das weit über den Rahmen eines normalen Schulprojekts hinausging. Gesucht wurden talentierte Schülerinnen und Schüler mit Gesangserfahrung, die in einem fächerübergreifenden Musiktheaterprojekt tragende Rollen übernehmen sollten.

Was daraufhin folgte, war eine monatelange, intensive Probenphase und eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung, die in mehreren umjubelten Aufführungen mündete.

Während der Probenzeit arbeiteten Chor, Band, Orchester, Gesangssolisten sowie Schauspiel- und Inszenierungsgruppen eng zusammen. Unterstützt wurde das Projekt nicht nur von engagierten Lehrkräften, sondern auch von ehemaligen und aktiven Kolleginnen und Kollegen, die sich mit ihrem musikalischen Können – etwa an Klavier, Gitarre oder Geige – einbrachten.

Eine besondere Verbindung bestand zum „Forum Erinnerung und Dialog“, in dessen Themenwochen die Aufführungen eingebettet waren. Die Rolle des Erzählers im Stück übernahm Lothar Weichel, der ehemalige Schulleiter des Berufskollegs St. Michael in Ahlen, was dem Projekt eine zusätzliche (nicht nur stimmliche) Tiefe verlieh.

Thematisch setzt sich das Stück mit der Hoffnung und Verzweiflung der inhaftierten Kinder im Ghetto Theresienstadt auseinander – und schafft damit eine eindrucksvolle Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Die Proben gliederten sich in zwei Phasen: Bis zu den Herbstferien lag der Schwerpunkt auf dem musikalischen Bereich, danach rückte das Schauspiel in den Vordergrund. Bereits im November wurde ein erster emotionaler Höhepunkt erreicht, als das Schlusslied „Ein Funke in der Dunkelheit“ im Rahmen der großen Gedenkveranstaltung an die Opfer der Reichspogromnacht am 9. November in Ahlen präsentiert wurde.

Doch nicht nur auf der Bühne wurde gearbeitet: Die künstlerische Ausgestaltung lag in den Händen der Kunstlehrerin Melanie Haarmann, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern das Bühnenbild sowie einige Requisiten entwickelte.

Der Differenzierungskurs Geschichte-Politik des Jahrgangs 10 bereitete die historischen Hintergründe auf Stellwänden vor, während der Parallelkurs „Sprache kreativ“ eigene Choreografien für die Inszenierung der Aufführungen entwickelte. Damit wurde das Projekt zu einem echten Gemeinschaftswerk der gesamten Schulgemeinschaft.

Die Organisation der vielen Aufführungen stellte eine logistische Herausforderung dar: Drei schulische Vorstellungen – zwei am Nachmittag sowie eine öffentliche Generalprobe am Vormittag – wurden durchgeführt, um möglichst vielen Klassen den Besuch des Stücks zu ermöglichen.

Besonders erfreulich war die Resonanz anderer Schulen: Die Fritz-Winter-Gesamtschule Ahlen, das Städtische Gymnasium Ahlen, die Therese-Münsterteicher-Gesamtschule, das Berufskolleg St. Michael und die Realschule St. Martin Sendenhorst besuchten mit ihren Schülergruppen unsere Aufführungen.

Am St. Michael war der Theaterbesuch für alle Jahrgänge ab Klasse 9 verpflichtend. Die inhaltliche Vorbereitung erfolgte im Geschichtsunterricht – ein gelungenes Beispiel für fächerübergreifendes Lernen.

Die feierliche Premiere des Musikdramas fand am Wochenende des 29. und 30. März statt – begleitet von großem öffentlichen Interesse. Unter den Gästen befanden sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Presse und Kultur: Matthias Harman, der stellvertretende Bürgermeister, Stephanie Kosbab als erste Beigeordnete, Dr. Knut Langewand vom Kreisarchiv Warendorf, Nadine Köttendorf, die Leiterin der VHS, Lars König, der Leiter der FBS, sowie zahlreiche weitere Mitglieder der Stadtgesellschaft und die Urheber des Werks selbst: Dr. Sarah Kass (Idee und Konzept), Thomas Auerswald (Text) und Lars Hesse (Komposition).

Die Aufführungen wurden ein voller Erfolg. Die emotionale Tiefe, das hohe künstlerische Niveau und die beeindruckenden Leistungen der Schülerinnen und Schüler sorgten für überwältigende Resonanz.

Besonders der Texter Thomas Auerswald zeigte sich bewegt: Die Inszenierung sei „fast professionell“ gewesen – kein gewöhnliches Schultheater mehr.

Besonderer Dank gilt der Katholischen Schulstiftung des Bistums Münster, ohne deren großzügige Spende unsere Umsetzung auf diesem sehr hohen Niveau kaum möglich gewesen wäre.

Aufgrund des großen Zuspruchs wurde das Stück im Juni erneut aufgeführt – diesmal am 15. Juni mit zwei Vorstellungen am Vor- und Nachmittag. Auch bei der Wiederaufnahme war das Publikum tief berührt und zeigte große Anerkennung für die Leistung der jungen Darstellerinnen und Darsteller.

Das Projekt hinterließ nicht nur künstlerisch, sondern auch pädagogisch einen bleibenden Eindruck: Es förderte das Miteinander innerhalb der Schulgemeinschaft, stärkte das Musikprofil der Schule und trug entscheidend zur aktiven Erinnerungskultur bei.

Die Auseinandersetzung mit historischen Themen wurde für viele Schülerinnen und Schüler zu einem ganz persönlichen Erlebnis.

Auch aus der Elternschaft kamen zahlreiche positive Rückmeldungen. Die individuelle Entwicklung der Beteiligten, der Mut, die Bühnenpräsenz und das große Engagement wurden besonders hervorgehoben.

In einer Zeit, in der demokratische Werte und gesellschaftliches Engagement wichtiger denn je sind, setzte dieses Schulprojekt ein starkes Zeichen – für Zusammenhalt, für Erinnerung und für die Kraft der Kunst.

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Informationen zur Erstaufführungen des Musicals „Kinder der toten Stadt“

Bald ist es soweit
: Das Musikdrama
„Die Kinder der toten Stadt“
wird am St. Michael augeführt! Wir laden alle Interessierten sehr herzlich ein!

Das Musikdrama bietet als Schultheaterprojekt einen neuen Ansatz zur schulischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Holocaust“. Es handelt vom Schicksal der im Ghetto Theresienstadt inhaftierten Kinder und basiert auf historischen Fakten, die sich im Rahmen der Aufführungen der Kinderoper Brundibar zur propagandistisch inszenierten Täuschung einer Delegation des Internationalen Roten Kreuzes im Juni 1944 ereigneten (
www.diekinderdertotenstadt.de
).

Der Eintritt ist
frei
, um Spenden wird gebeten.

NEU: Zum Download eines
TRAILERS
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Tickets
können ab dem 01.03.2025 unter folgendem
Link
erworben werden:
https://aula.infosepp.de/test/booking/

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„Die Kinder der toten Stadt“ – Ein Musikdrama gegen das Vergessen

Am 29. und 30. März hebt sich am Gymnasium St. Michael in Ahlen der Vorhang für das Musikdrama „Die Kinder der toten Stadt“.

Dieses Musikdrama bietet als Schultheaterprojekt einen neuen Ansatz zur schulischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Holocaust“. Es handelt vom Schicksal der im Ghetto Theresienstadt inhaftierten Kinder und basiert auf historischen Fakten. Das nationalsozialistische Regime zwang zu propagandistischen Zwecken u.a. die jüdischen Kinder und den Komponisten Hans Krása, die Kinderoper Brundibár aufzuführen, um eine Delegation des Internationalen Roten Kreuzes im Juni 1944 mit dieser Inszenierung im Hinblick auf die wahren Zustände im Ghetto zu täuschen. Fast alle Beteiligten wurden im Anschluss an die Aufführungen von den Nationalsozialisten ermordet. Ihnen ist das Musikdrama gewidmet.

In einem Tagesworkshop mit dem Autorenteam und dem Komponisten konnten einige Schüler*nnen bereits im November 2023 einen ersten Einblick in die nicht ganz einfache Thematik des Musikdramas erhalten und auch einzelne Stücke aus dem Werk musizieren. Nach dem Probenstart zu Beginn des aktuellen Schuljahres bringen nun fast 100 Schüler*innen aus allen Jahrgangsstufen als Solist*innen oder Schauspieler*innen, im Chor, der Band oder dem Orchester und unter Mitwirkung unterschiedlicher Arbeitsgemeinschaften (Bühnenbild, Kunst, Technik, Social Media uvm.) in einem Gemeinschaftsprojekt dieses Musikdrama gegen das Vergessen, bei dem es kein Happy End gibt, auf die Bühne. Unterstützt werden sie dabei von zahlreichen engagierten Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichen Fachschaften.

Die Verbindung von Musik, Schauspiel und visuellen Elementen soll Zuschauer*innen eine intensive emotionale Erfahrung ermöglichen und dadurch einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten. Das ist um so wichtiger, da immer weniger Zeitzeugen von den Schrecken jener Zeit berichten können, aber auch angesichts einer aktuellen politischen Entwicklung mit zunehmend rassistischen Angriffen und rechten Gewalttaten.

Die Aufführung des Musicals ist eine besondere Form des Gedenkens und Mahnens, die uns berührt, uns aufwühlt und vielleicht auch motiviert, gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit einzutreten.

Die historischen und inhaltlichen Hintergründe zum Musikdrama werden vor der Aula auf Stellwänden präsentiert, die von Schüler*innen des Differenzierungskurses Ge-schichte/Politik im Jahrgang 10 gestaltet wurden.

Information zur Aufführung:

  • Das Musikdrama wird am Samstag, 29. März (18:00 Uhr), und Sonntag, 30. März (16:00 Uhr), in der Aula des Gymnasiums St. Michael in Ahlen aufgeführt.
  • Für alle Termine ist eine
    Reservierung
    über die
    Homepage der Schule
    erforderlich.
  • Der Besuch des Musicals ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten.
  • NEU: Zum Download für einen
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Probenfahrt für Sinfonieorchester und Musicalensemble

Am vergangenen Montag und Dienstag fand die alljährliche Probenfahrt des Sinfonieorchesters ins Musikbildungszentrum Bad Fredeburg statt. Im verschneiten Sauerland wurde eifrig für die anstehenden Sommerkonzerte sowie für die Abiturentlassfeier geprobt. Auf dem Programm stehen diesmal u.a. das klangewaltige „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar und die wunderschönen Melodien aus dem Film „Forrest Gump“ von Alan Silvestri.

Die diesjährige Probenfahrt war allerdings in mehrfacher Hinsicht etwas besonderes: Zusätzlich zum Sinfonieorchester fuhr das gesamte Musical-Ensemble mit nach Bad Fredeburg, um dort für die baldige Aufführung des Musicals „Die Kinder der toten Stadt“ zu proben. Über 70 aktive MusikerInnen wurden von der eifrigen Fachschaft Musik zu musikalischen Höchstleistungen angespornt. Das Orchester, die Schauspieler und der Musicalchor hatten sichtlich Spaß und freuen sich nun auf eine intensive Schlussphase und fulminante Aufführungen Ende März in unserer Schulaula.

Hinweis: Die Musik- und Videoanhänge sind in diesem Archivbeitrag derzeit nicht verfügbar.

Ursprünglich angehangene Hörproben:

  • Pomp and Circumstance
  • Forrest Gump
  • Die Kinder der toten Stadt

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Große Kulisse beim festlichen Konzertabschluss in der St.-Marienkirche

Noch vor Weihnachten fand das jährliche Weihnachtachskonzert des Gymnasiums St. Michael statt. In diesem Jahr wurde das Konzert in der St. Marienkirche veranstaltet, da die St. Elisabethkirche derzeit nicht genutzt werden kann. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal sehr herzlich bei der Kirchgenemeinde St. Bartholomäus bedanken, die uns die St. Marienkirche zur Verfügung gestellt hat.

Zum diesjährigen Programm gehörten unter anderem das von der Bläser-AG des Sinfonieorchesters vorgetragene „Tochter Zion“, drei englische Weihnachtslieder, die von den Sängerklassen der Jahrgänge 5 und 6 dargbeboten wurden, sowie das Stück „Carol of the Bells“, das gemeinsam die Sängerklassen und der Schulchor Cantemus zu einem gelungenen Abend beisteuerten. Zudem trat der Schulchor mit „Jerusalem“ sowie „That’s Christmas to Me“ auf.

Auch die Darbietungen des eindrucksvollen „O Holy Night“ von der Jazz-Combo gemeinsam mit der Bläser-AG sowie diejenige der stimmungsvollen Stücke „Jingle Bell Rock“ und „A Star Is Shining Tonight“ durch die Jazz-Combo begeisterten das Publikum.

Bevor alle Mitwirkdenden gemeinsam mit dem Publikum von „O du fröhliche“ den Abend vollendeten, präsentierte das Sinfonieorchester eine Auswahl von drei Stücken, darunter das bekannte „Let the Bells Ring“.

Zu einer
Hörprobe
geht es
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Gymnasium St. Michael
Warendorfer Str. 72
59227 Ahlen

Tel.:(0 23 82) 91 56-0

Mail:gymnasiumstmichael@­bistum-muenster.de


Bistum Münster