Katholische und Evangelische Religionslehrer

„(1) Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung. (2) Die Jugend soll erzogen werden im Geiste der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit, zur Duldsamkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, zur Verantwortung für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, in Liebe zu Volk und Heimat, zur Völkergemeinschaft und Friedensgesinnung.“ (Artikel 7 der Landesverfassung NRW)

Dies stellt den allgemeingültigen, verbindlichen Auftrag für Bildung und Erziehung in den Schulen NRWs dar. Diese Maxime ist in jedem Kernlehrplan fächerübergreifend verankert. Was bedeutet das speziell für den Religionsunterricht am St. Michael Gymnasium?

Ziele des Religionsunterrichts am St. Michael

Heutzutage ist es für Kinder und Jugendliche nicht einfach, sich in einer zunehmend säkularisierten und pluralistischen Gesellschaft lebensweltlich und ethisch zu orientieren. Hier kommt besonders dem Religionsunterricht ein hoher Stellenwert zu:

 der RU soll die Frage nach Gott, nach der Deutung der Welt, nach dem Sinn und Wert des Lebens und nach den Normen für das Handeln des Menschenwecken und reflektieren  

  • der RU macht vertraut mit der Überlieferung und Wirklichkeit des christlichen Glaubens und kann helfen, den persönlichen Glauben kritisch zu verantworten
  • der RU soll zur interreligiösen Auseinandersetzung, Einordnung und Reflexion von Weltanschauungen und Ideologien befähigen und kann gleichzeitig Verständnis und Toleranz gegenüber den Entscheidungen anderer Menschenfördern
  • der RU möchte zu einem religiösen Leben und zu engagierter Mitarbeit in Kirche und Gesellschaftmotivieren

Funktionen des Religionsunterrichts

Die Schülerinnen und Schüler des St. Michael Gymnasiums nehmen, der Besonderheit einer Schule in bischöflicher Trägerschaft entsprechend, durchgängig am Religionsunterricht der Klassen/Kurse des 5. bis 12. Jahrgangs teil. Der Religionsunterricht versucht zudem den Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, die dem christlichen Glauben und einer kirchlichen Bindung eher skeptisch bzw. ablehnend gegenüber stehen. Ihnen wie auch den Suchenden soll die Möglichkeit geboten werden, sich fair und ohne Manipulation der Botschaft der christlichen Kirchen und den Antworten anderer Überlieferungen zu stellen. Ihnen wird Möglichkeit und Raum gegeben, ihre persönlichen Fragen mit in den Such- und Erfahrungsprozess mit einzubringen. Religionsunterricht leistet vor allem an dieser Stelle eine lebensgeschichtliche Orientierungshilfe für viele Schüler und Schülerinnen unterschiedlichsten Alters.

 Schulische und außerschulische Aktivitäten

  • Über das Curriculum hinaus engagieren sich Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen und Schüler (häufig auch in Zusammenarbeit mit der Schulseelsorge) in vielfältiger Weise im RU und außerhalb der Schulstunden. Auf einige Aspekte sei nachfolgend verwiesen:
    • Der RU und alle religiösen Aktivitäten der Schule gehen selbstverständlich von einer engagierten Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der christlichen Konfessionen aus. So finden auch die Fachkonferenzen Katholische Religionslehre und Evangelische Religionslehre gemeinsam statt und Exkursionen sowie Fortbildungen werden häufig zusammen bestritten.
    • Bei Festen des Kirchenjahres und besonderen festlichen Schulanlässen werden Schüler Innen und LehrerInnen  zu gemeinsamen gottesdienstlichen Feiern eingeladen (z.B. Heiligabend, Aschermittwoch, Patronatsfest – St. Michaelstag usw.).
    • Im Kurs „Reli praktisch“ in der Jg. EF engagieren sich die Schüler und Schülerinnen über einen längeren Zeitraum in einer sozialen Einrichtung vor Ort. Dies wird im Rahmen des Unterrichts vorbereitet, durchgeführt und begleitet. (gegeb. Link)
    • Besinnliches Engagement der SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen findet regelmäßig in Advent und Fastenzeit statt (Meditation, Frühschichten etc.).
    • Ökumenisch gestaltete „Tage religiöser Orientierung" werden für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF organisiert. Die Teilnahme an den TRO findet auf freiwilliger Basis statt.
    • Für Besinnungen, kontemplative Übungen und Gottesdienste steht der Schule die Kapelle zur Verfügung.

Kontakt zur den Fachleitern Klementine Altrogge (katholische Religion) und Alexander Hille (evangelische Religion)