Streicherklassenunterricht

Das Angebot "Streicherklassenunterricht" richtet sich an alle musikinteressierten Schülerinnen und Schüler, auch wenn sie bis jetzt noch keinerlei musikalische Vorkenntnisse besitzen. Aber auch für Schülerinnen und Schüler, die schon Klavier, Keyboard, Gitarre, Blockflöte oder ein anderes Blasinsturment spielen, eröffnet dieser Musikunterricht die Möglichkeit, ein Orchesterinstrument intensiv kennen zu lernen.
Neben den regelmäßig am Ende jedes Halbjahres stattfindenden Konzerten fördern die Orchesterfahrten von Kammerorchester und Sinfonieorchester den Zusammenhalt unter den musizierenden Schülerinnen und Schülern verschiedener Jahrgangsstufen.

Der Streicherklassenunterricht ist auf drei Jahre angelegt, kann aber in begründeten Fällern nach zwei Jahren frühzeitig beendet werden. Nach der 7. Klasse entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler, ob sie weiter Unterricht in Großgruppen, Kleingruppen oder besonders intensiv im Einzelunterricht nehmen möchten. Dieser Unterricht findet dann nachmittags in den Räumen der Schule statt. Die unterrichtenden Instrumentallehrer(innen) arbeiten eng mit den Orchesterleitern zusammen.

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Streicherklassen im Musikunterricht des Vormittags

Klasse 5: 3 Stunden Musikunterricht
Klasse 6: 2 Stunden Musikunterricht und Angebot einer Orchesterstunde in einer 7. Schulstunde im 2. Halbjahr
Klasse 7: 2 Stunden Musikunterricht und Angebot einer Orchesterstunde in einer 7. Schulstunde (Vororchester)
Klasse 8 und 9: Kammerorchester
Jahrgang 10 bis 13: Sinfonieorchester

Zusätzlich wird mit dem "Concertino Michaelis" ein projektorientiertes Ensemble für besonders motivierte und fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler angeboten.
Kammermusik rundet das Angebot ab. Hier ist das Streichquartett der Schule hervorzuheben, das in den vergangen Jahren immer wieder offizielle Feiern der Stadt Ahlen umrahmt hat.

Entstehung des Streicherklassenunterrichtes

Die erste Streicherklasse in Ahlen entstand als eine von deutschlandweit fünf Klassen vor 20 Jahren im Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundes zur Übertragung der amerikanischen Rolland-Methodik in das deutsche Schulsystem.
In einer gemischten Großgruppe, also in einem Streichorchester mit Geigen, Bratschen, Celli und Kontrabässen lernen die Kinder im Musikunterricht des Vormittages ein Streichinstrument ihrer Wahl.
Kern der Rolland-Methodik (benannt nach dem ungarisch-amerikanischen Violinpädagogen Paul Rolland) ist eine Bewegungslehre, die die komplexen Bewegungsmuster, die zum Spielen eines Streichinstrumentes nötig sind, systematisch vermittelt. Ausgehend von der Forderung "Unterrichte Musik durch Musizieren" spielen die Kinder von Anfang an kleine Stücke, die sie in einem ersten Konzert am Ende des ersten Halbjahres ihrer Gymnasialzeit auch präsentieren. Die Erfahrung, dass nur intensive Zusammenarbeit in der Klasse zu schönen Konzerten führt, fördert das Gemeinschaftsgefühl und prägt das positive Umgehen miteinander.

Ansprechpartner für den Streicherklassenunterricht Peter Boch